Hybrid
Hörsaalangabe beim Haupteingang, Universität Zürich-Zentrum mit Live-Übertragung, Rämistr. 71, 8006 Zürich
Do 28.05.2026 19:00 - 20:15
26S-0360-05
Andy Warhols «Marilyn Diptych», 1962, zeigt fünfzigmal dasselbe Foto von Marilyn Monroe im Siebdruck. Die farbige linke und die schwarz-weisse rechte Bildhälfte bilden einen starken Kontrast. Form und Titel verweisen auf christliche Diptychen und laden zur Verehrung einer Popikone ein; zugleich kritisiert Warhol die serielle Bildproduktion und die Vergänglichkeit von Ruhm. Eine formal ähnliche Lösung wählt Gerhard Richter für «Acht Lernschwestern», 1966. Auch hier dienen Pressefotos als Vorlage für ein serialisiertes Tableau. Unschärfe und Neutralisierung der Figuren weisen indes auf eine ganz andere Reflexion über Wesen und Bedeutung massenmedial vermittelter Bilder.
Hinweis:
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